PVD-Beschichtungen vs. Flüssigmetallbeschichtung

Flüssigmetallbeschichtungen und das Nasslackverfahren sind für optische Veredelungen eine interessante Alternative zu PVD-Beschichtungen.

Flüssigmetall- und PVD-Beschichtung sind Verfahren, um Materialien mit einer zusätzlichen metallischen Oberfläche zu veredeln. Während die PVD-Beschichtung vorwiegend in den Bereichen Fertigungstechnik und Werkzeugbau zur Anwendung kommt, bietet die Flüssigmetallbeschichtung neben der funktionellen Zweckerfüllung zahlreiche Möglichkeiten für eine dekorative Oberflächengestaltung von unterschiedlichen Trägermaterialien.

Mit beiden Methoden lassen sich perfekte, dauerhafte und optisch brillante Flächen erzielen, die jeweilige Technik weist ihre eigenen Merkmale und Vorzüge auf. Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über diese im Bereich der Industrielackierung und Oberflächenveredelung angewandten Verfahrensweisen.

Was ist PVD-Beschichtung und was bietet dieses Verfahren?

Das Kürzel PVD steht für Physical Vapour Deposition, ins Deutsche übersetzt lautet die Bezeichnung physikalische Gasphasenabscheidung. Was bedeutet dieser sperrige Begriff?

Eine PVD-Beschichtung läuft in vakuumisierten Automaten ab. In der Vakuumkammer wird das metallische Beschichtungsmaterial in einen dampfförmigen Zustand versetzt. Die Metallteilchen werden zum Werkstück transportiert, wo sie sich niederschlagen und sich mit der Werkstückoberfläche verbinden. Das Verfahren nimmt in der Regel einige Stunden in Anspruch.

PVD-Beschichtung kommt in zahlreichen Industriezweigen von der Lebensmittelindustrie und Medizintechnik bis hin zur Schiffsrestauration zur Anwendung.  Im Automobilsektor sowie in der Schmuck- und Brillenproduktion dient die PVD-Beschichtung hauptsächlich der optischen und dekorativen Aufwertung der Produkte. Da das PVD-Verfahren aber sehr aufwendig und teuer ist, bietet sich gerade in diesen Bereichen eine Beschichtung mit Metallen im Nasslackverfahren als kostengünstigere, alternative Lösung.

Flüssigmetallbeschichtung veredelt alle geeigneten Substrate

Beim Nasslackverfahren erfolgt ein Auftrag einer metallischen Schicht wie z.B. Kupfer, Bronze, Messing, Gold, Zinn, Zink, Aluminium, Eisen, Edelstahl. Flüssigmetallbeschichtung ist weder ein elektrochemisches noch ein Einbrennverfahren, vielmehr wird mit dieser Methode ein Kaltverbund hergestellt. Geeignet sind alle Materialien, die für eine Lackierung in Frage kommen: Kunststoffe, Holz, Stahl und Verbundplatten. Ferner lassen sich mineralische Werkstücke aus Granit, Sandstein, Beton, Gips, Terrakotta, Fiberglas, etc. mit unserem Lackierverfahren beschichten. Mit dieser Methode entstehen fugenlose Verbünde, es gibt keine Einschränkung hinsichtlich Formen und Elementen.

Das Nasslackverfahren mit lackierfähigen Metallen eröffnet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Nicht nur als Alternative zur PVD-Beschichtung im Automobilinterieur oder -exterieur, in der Schmuck- und Brillenproduktion, sondern auch in der Architektur, dem Innenausbau und der Wohnraumgestaltung, für Decken, Wände, Möbelstücke und Fußböden.

Die Lackierung mit flüssigen Metallen, auch unter dem englischen Begriff „liquide metal“ bekannt, wartet mit einem erweiterten Farbspektrum auf und überzeugt durch eine erstklassige Farbqualität. Die Flüssigmetallbeschichtung kann um eigens entwickelte Farbnuancen erweitert werden, damit ergeben sich völlig neue Designoberflächen in noch nie gesehener Brillanz.

Diese besondere Form der Industrielackierung eröffnet gerade im dekorativen Bereich, zusätzlich zu den Standardeigenschaften eine Vielzahl neuer Möglichkeiten.